Da sitze ich Freitag in der Früh mit dem Kaffee vorm PC und checke meine Facebook Seite und beinahe fällt mir die Kaffeetasse aus der Hand. Schön groß ist dort ein Foto von Bettina, im Brautkleid, auf Hawaii. Sie hat also ihren Freund geheiratet. Ich mag ihren Freund nicht, auch wenn es dazu vielleicht keinen Grund gibt. Aber Bettina war das einzige erfreuliche an meinem 1. Volksschultag damals. Die grünen Ohrringe hatten mich fasziniert. Danach wurden wir sehr gute Freunde, später freundete ich mich dann auch mit ihren großen Bruder an. Stundenlang war ich oft bei ihnen zu Gast und bin hin und her gependelt von “Zeit mit Bettina verbringen” und Dune 2 mit ihren Bruder daddeln. War eine schöne Zeit damals.
Jahre später habe ich ihr dann einen Liebesbrief geschrieben. Den einzig echten meines Lebens. Stilecht per Post. War das peinlich. Zusammen kamen wir aber nicht, es hat nie so ganz gepasst. Irgendwann zog sie dann in mein Haus, und immer wenn wir uns auf der Straße sahen, war es von meiner Seite aus ein bisschen eigenartig. Der Brief ist noch immer im Hinterkopf, die Scham noch nicht vorbei.
Ich wünsche ihr viel Glück, aber happy bin ich damit nicht. Bettina wäre auch noch heute eine Frau für mich, aber diese Chance ist jetzt wohl endgültig, und auf Papier festgehalten, vorbei. Wirklich schade. Beinahe alle Frauen die mir etwas bedeuten oder bedeutet haben sind mittlerweile verheiratet. Gna.





