doh! - der tägliche krampf

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29/9/2010

Ich habe Angst vor morgen.

Nach 9 Jahren und 2 Monaten wechsle ich den Job. Morgen ist mein letzter Tag. Ich werde meinen Krempel packen und mit ein paar Kollegen einige gute Stiegl genießen. Wer mich kennt, weiß aber auch, wie melancholisch ich in solchen Situationen sein kann und sich auch sein werde. Es fällt mir nicht schwer den Job an sich zu wechseln - ich bin der neuen Herausforderung gewachsen und mache meiner Meinung nach einen großen Schritt nach vorne. Es fällt mir aber schwer meine Kollegen zu verlieren. Einige davon sind schon echte Freunde geworden. Zu oft habe ich miterlebt, wie man sich aus den Augen verliert sobald man nicht mehr im selben Gebäude sitzt. Ich hoffe es wird bei mir anders sein, aber keiner kann dir eine Garantie darauf geben. Ich muss den Schritt machen - mir ist selbst bewusst das es der falsche Weg wäre, nur wegen meinen Kollegen nicht zu wechseln. Der Wert der Freundschaften die in dieser Zeit entstanden sind, kann kein Gehalt der Welt aufwiegen. Und ich meine echte Freundschaften.

Ich kann mich noch genau an meine erste Aufgabe erinnern. Ich sollte einen Soundblaster einbauen, und H. ging mit mir zum betreffenden PC und war total überrascht das ich das ganz alleine geschafft habe. Für mich keine große Sache, aber man war (und ist es bis heute nicht gewöhnt) das neue Kollegen sich in ihrem Fachgebiet auskennen. Wirklich leicht hatte ich es nie - entweder war man neidisch auf mich (mein Wissen, meinen Mercedes, meine Firma, etc) oder tat sich schwer mit mir weil ich eben kein gewöhnlicher Beamter war, sondern wirklich meine Arbeit ernst genommen habe und oft auch Verantwortung übernahm. Ich kann mich noch gut erinnern als ich damals mit 19 Jahren, als Jüngling, eine Besprechung einberufen habe weil das Klima unter den Kollegen wegen des Chefs so mies war. Ich habe damals alle an einen Tisch bekommen und denke das es danach besser geworden ist. Was wurde ich damals angefeindet, aber im Endeffekt hatte das damals wer machen müssen. Mir war immer das Team wichtig, die Stimmung und der Zusammenhalt. Ich habe gemeinsam mit abwechselnder Unterstützung viele Ausflüge, Feiern, Weihnachtsfeiern und andere Dinge organisiert - hatte gegen Ende dann auch die Bürokasse über. Ich war ein Antreiber. Vielleicht bilde ich mir was ein, aber ich glaube ich habe schon einen Unterschied gemacht. Die Arbeit selbst war schon lange keine Herausforderung mehr - ich habe alles routiniert und sehr gut erledigt. Und selbst die Tiefschläge die es gab konnte mich nicht brechen.

Ich habe so viele unzählige gute und schlechte Erinnerungen. In den letzten Jahren waren wir wirklich ein enger Kreis an verschworenen Kollegen und Freunden. Was haben wir nicht gelacht, was haben wir nicht gesoffen, was haben wir nicht Spaß gehabt und Streiche gespielt. Ich hatte die besten Kollegen die man sich vorstellen kann - und gemeinsam hatten wir eine verdammt tolle Zeit.

Freitag um 8 Uhr beginnt mein neues Leben. Als IT Koordinator im Stab IT im GB Vorstand/Stäbe. In Meidling, in dem Gebäude das ich damals als Umzugskoordinator eingesiedelt habe. Meine Abteilung hat 17 Mitarbeiter, und ich bin einer der wenigen ohne Titel beim Namen. Aber ich werde das schaffen und mich durch kämpfen. Alleine.

I don’t know if you can see
The changes that have come over me
In these last few days I’ve been afraid
That I might drift away
I’ve been telling old stories, singing songs
That make me think about where I’ve come from
That’s the reason why I seem
So far away today

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27/9/2010

Ein neuer (netto) Gehaltsrekord wurde aufgestellt. Hah!

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Ich kämpfe gegen eine starke Verkühlung an. Gerade diese Woche muss ich mehr als fit sein. Donnerstag um 16 Uhr geht eine Ära für mich zu Ende. Nachdem ich mich letzte Woche mit Fieber ins Büro geschleppt habe und am Wochenende klugerweise im Regen unterwegs war, wird mir wohl gerade die Rechnung präsentiert. Aber nicht nur der Jobwechsel steht im Haus. Ein zeitintensives Projekt meiner Firma wird wohl diese Woche abgeschlossen und andere Termine die Geld bringen müssen auch noch wahrgenommen werden.

Am liebsten würde ich mich aber für zwei Tage ins Bett verkriechen und Last night in Twisted River fertig lesen. Ich liebe dieses Buch.

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20/9/2010

Es gab damals einen Witz in Wien. Die Wiener oder die Österreicher haben drei Eigenschaften, aber nur zwei davon können sie haben. Die Eigenschaften sind “gescheit”, “anständig” und “Nationalsozialistisch”. Wenn man gescheit und nationalsozialistisch war, war man nicht anständig. Wenn man gescheit und anständig war, war man nicht nationalsozialistisch und wenn man anständig und nationalsozialistisch war, war man nicht gescheit. Und ich finde, das ist das warum es wirklich gegangen ist.

-Clementine Zernik - Nachrichten aus dem 4. Reich

Tauscht man nationalsozialistisch gegen rassistisch oder fremdenfeindlich aus, ist es haargenau das selbe und hoch aktuell.

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13/9/2010

Blöd, wenn man schneller schreibt als Google einem Vorschläge liefern kann.

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11/9/2010

Boom. North Tower.

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Boom. South Tower.

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Die Situation mit meinem Bruder wird jeden Tag spezieller. Mittlerweile geht er jeden Tag direkt nach der Arbeit weg und kommt spät in der Nacht, meistens betrunken, nach Hause. Heute kam er um 8 Uhr Abends betrunken heim und ging danach gleich wieder. Um halb 3 in der Nacht hat er am Festnetz angerufen, dass er jetzt ein Piercing (anscheinend bei der Lippe) hat. In wenigen Wochen vom schüchternen Buben zum halbstarken, stark rauchenden und heftig trinkenden, herumvögelnden (alles deutet darauf hin) und gepiercten Lehrling. Respekt.

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9/9/2010

Mein Bruder, der Depp, kommt mit einem Mercedes Stern auf einer Kette heim. Angeblich hat er ihm einen Freund abgekauft. Was sind das für Menschen. Der Depp will nicht kapieren das der Stern von einem Auto wie meinem kommt, und das für den Besitzer nicht nur ein finanzieller Aufwand ist, sondern durchaus einen langfristigen Schaden hinterlassen kann (wie man auf meiner Motorhaube sehen kann. Da hat jemand beim abreißen des Sterns auch den Lack so ruiniert, das man nur die ganze Motorhaube neu lackieren kann (vor etlichen Monaten).

Ich wünsche allen Stern-Dieben einen langsamen und qualvollen Tod. Elendiges Pack, Gesindel der Gesellschaft.

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7/9/2010

The road to wisdom? - Well, it’s plain and simple to express:
Err
and err
and err again
but less
and less
and less.

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3/9/2010

Schnäppchen. 3 Minuten von Israel nach Österreich zu telefonieren kostet 10,8 Euro.

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1/9/2010

Über 2.5 Stunden von der SCS in den 22sten über die Tangente ist auch kein schlechter Schnitt…

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