doh! - der tägliche krampf

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19/10/2011

Eigentlich habe ich mich nur aus Jux bzw. Interesse beim Programm angemeldet. Ich dachte nicht das ich wirklich in die engere Wahl kommen würde. Immerhin bin ich erst 28 Jahre jung und andere haben sich mehr Erfahrung weiterzugeben. Ich wurde dann trotzdem ausgewählt, aber bis zum Tag der ersten Abendveranstaltung gab es keinen geeigneten Mentee für mich. Drei Stunden später dann doch und daher war ich gestern bei der zweiten Veranstaltung, der Auftaktveranstaltung. Ich war recht nervös, man bekommt ja nur Rahmeninformationen im Vorfeld über seinen Mentee. Ich wusste das es eine junge Frau aus Bulgarien wird, die nach einer Babypause wieder Fuß fassen will. Die Veranstaltung selbst war sehr unterhaltsam und gut gemacht, Stargast des Abends war unser Integrationsstaatssekretär Kurz. Ich mag ihm ja und er macht seine Sache bis jetzt sehr gut. Er selbst nimmt auch am Programm teil und ist Mentor. Bin ich also nicht der jüngste Mentor. Der Kern der ganzen Aktion ist ja, einen Migranten am Weg zum Arbeitsmarkt zu begleiten, beizustehen, ein offenes Ohr haben und ihm bei der Integration zu helfen. Sehr spannend. Es wurden 155 Paare an dem Abend gebildet - man sieht also das Nachfrage da ist. Und man darf nicht glauben das die Leute blöd sind. Gute 85% der Personen haben einen Uni Abschluß im jeweiligen Land. Und in einem Land das an zwei Weltkriege nicht schuldlos war, in der Judenfrage ein großes Wörtchen mitgeredet hat, das Haider und jetzt einen Strache groß gemacht hat - in unserer verdammten rechten Gesellschaft mit blühendem Alltagsrassismus müssen solche Programme einfach gefördert werden. Mit meinem Mentee hatte ich dann großes Glück. Sie spricht perfekt deutsch, hat BWL studiert, kommt aus der ERP Branche möchte sich aber nach der Babypause neu orientieren, eventuell in Richtung Marketing. In den nächsten Tagen treffen wir uns wieder auf einen Kaffee um mal zu besprechen wo ich helfen kann und sie am Weg begleiten kann. Ich glaube das wird eine tolle Erfahrung.

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Gesellschaft
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Vor zehn Jahren hätte ich nicht gedacht das Lu. heute verheiratet ist und schon ein Kind hat und mit mir nicht mehr spricht. Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Trotzdem: Gratulation zum neuen Nachwuchs!

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Gedanken
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8/10/2011

Es stimmt schon, irgendwie ist es heuchlerisch wieviele da plötzlich RIP schreiben. Aber im Grunde müssen wir uns daran gewöhnen, das nicht mehr die großen der Welt aus z.B. der Politik kommen sondern durchaus auch aus der Wirtschaft. Und Jobs war ein absolut großer. Einfach so neue Märkte zu schaffen oder bestehnde zu revolutionieren, nicht viele können das behaupten. Er hat durchaus beigetragen wie wir heute leben. Ob wir das gut finden oder nicht spielt da keine Rolle. Er und Gates und paar im Hintergrund - die Leute haben unser Leben in ungemein großen Ausmaßen geprägt. Stellt euch vor: ihr habt eine Idee und 30 Jahre später spielt diese Idee in beinahe jeden Leben eine so große Rolle wie die IT in unserem. Unfassbar. Deswegen war ich auch recht geschockt als ich die Todesnachricht am Handy direkt nach dem aufwachen las. Klar, Apple ist jetzt ein Rampensau, aber ich habe mich schon vor 15 Jahren dafür interessiert. Das ist ein anderer Zugang. Und irgendwie hat mich Jobs in zwei Dingen beschäftigt: ich will auch positiv beeinflussen und in der späten Phase hat er mich immer ein bisserl an meinen Vater erinnert. Ein bisserl halt. Heute Nacht habe ich sehr intensiv geträumt. Irgendwie muss mich Jobs Tod doch beschäftigt haben, weil in meinem Traum ist ein Musiker an Krebs gestorben. Meine Urgroßmutter ist auch an Krebs gestorben und ich habe live miterlebt. Krebs ist also kein gutes Thema für mich. Ich bin wach geworden als ich gemerkt habe das mir Tränen runterlaufen.

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Gedanken
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Ich kann es noch nicht glauben, aber die Freundin von H. ist schwanger. Und sie wollen das Kind. Ist alles absolut surreal. Ich trau den beiden das aber noch nicht zu. Das wird eine spannende Zeit.

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Momentaufnahme
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Was war das für eine Woche. Das absolute Highlight war sicher der Termin mit dem GF einer großen österreichischen Tageszeitung. Schon allein das wir den Termin bekamen war fabelhaft. Aber wie das Gespräch dann verlief, wunderbar. Egal wie es weitergeht (auch wenn es gut aussieht), dieses Erlebnis war ein Meilenstein. Lustigerweise began zum selben Zeitpunkt die Startupweek2011. Während dort junge Firmen um die Wette gepitcht haben, hatten wir unseren Pitch schon hinter uns. Und es war auch ein sehr guter reality check: wenn man sich mit anderen Startups vergleicht und merkt in welchen Bereichen man selbst besser ist (und ja, da gibts einiges) oder man noch aufholbedarf hat (wir müssen z.B. eine Rampensau werden). Diese drei Tage waren wunderbar, nicht nur weil man merkt das es noch viel mehr solche verrückte wie uns gibt. Und das es das Leben ist das ich für meinen Teil leben will. Für andere kann man leicht, aber für einem selber, das ist die Königsklasse. Es ist fabelhaft welche Rückmeldung wir erhalten: egal ob direkt von Kunden oder von Geschäftspartner. Man nimmt uns ernst, man erkennt unsere Qualität und man lässt uns mitspielen. Für mich ist das ganze noch ein bisschen surreal. Wie lange habe ich um die Idee und ums richtige Team gekämpft, und jetzt verwendet irgendein Händler 400km entfernt unser Baby. Bei mir ist das noch nicht richtig angekommen, ich glaube Hughie ist da schon weiter.

Die letzten Wochen waren für mich persönlich ein ständiges auf und ab. Extreme stressig, extreme Unsicherheit, oft Angst vor den nächsten Tag, Siege und Rückschläge. Ich glaube aber das ich mein Tief eventuell diese Woche überwunden habe. Die Zeit wird es zeigen. Jetzt muss noch der persönliche Krempl repariert werden, irgendwie.

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