26/1/2012
Ich drehe gerade gehörig an der Geldscheibe. Es kommt so viel, es geht noch mehr. Ich hoffe, das alles geht irgendwie gut. Im Moment ist das mein letzter und mein erster Gedanke am Tag. Und das ist kein schöner.
Ich drehe gerade gehörig an der Geldscheibe. Es kommt so viel, es geht noch mehr. Ich hoffe, das alles geht irgendwie gut. Im Moment ist das mein letzter und mein erster Gedanke am Tag. Und das ist kein schöner.
Ich hatte hier ja kurz über meine Kollegin geschrieben. Alles für die Würstel - hat sich rausgestellt das sie sich ein bisschen in meinen Freund verguckt hat. Funny situation. Not.
Noch keine Wohnung, aber der Dyson steht schon bereit. Noch dazu eine Bosch Tassimo. Na dann…
Vor einem Jahr hätte ich G. vielleicht noch geadded - auch weil ich seine Schwester kenne. Aber seitdem er bei Salzburg spielt, ist die Hemmschwelle doch zu groß. Interessant.
Es war nicht leicht. Ich versuche weiterhin nicht daran zu denken, aber heute wäre ich normalerweise zu ihr rübergefahren bevor ich meine Friedhofstour erledige. Es gibt Momente wo die harte Wahrheit klar wird, um danach dennoch in einen Nebel wieder zu verschwinden. Vielleicht war das hohe Fieber die Antwort meines Körpers darauf. Das ich genau zum Begräbnis so hohes Fieber bekam und dann mit 39 Grad am Zentalfriedhof dem Sarg nachmaschierte, das schaut mir nicht gerade nach Zufall aus. Natürlich wird der Tag kommen wo ich das ganze aufarbeiten muss, aber für jeden Moment dazwischen bin ich ganz froh.
Gerade den Kaffee gefunden den ich ihr noch zu Weihnachten schenken wollte..
Verdrängen funktioniert ganz hervorragend. Sobald auch nur ein Gedanke auftritt, versucht mein Unterbewusstsein das sofort zu überdecken. Klappt ganz gut, nur oft beim einschlafen kommen die Gedanken dann doch durch. Und die sind nicht schön. Am Dienstag zum Zentralfriedhof, da war ich auch schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr.

98 Jahre, und ein bisschen mehr als 2 Monate. Ja, es war eine schöne Zeit, ja es war eine lange Zeit. Man kann den Verlust noch nicht begreifen, nur fühlen. Und der Schmerz ist da, ist groß und wird ein Loch hinterlassen.
Ich habe heute ein interessantes Gespräch mit T. geführt. Es ging um meine Kollegin I. mit der ich mich ganz gut versteh. Er meint ich sehe die Zeichen nicht. Tu ich das wirklich? Sie hat extra für mich cupcakes gemacht, sie hat mir unabsichtlich ihren Spitznamen verraten, sie hat mich unabsichtlich vom Privattelefon angerufen (normalerweise haben wir uns immer von ihrer Dienstnummer aus gesimst), sie ging schon mit mir und T. gemeinsam weg, sie hat damals u.a. mein Geburtstagsgeschenk organisiert, sie schreibt mir viel und oft, nächstes Jahr schauen wir uns gemeinsam Cats an…sind das alles Zeichen und ich sehe sie nicht?
Das mein (älterer) kleiner Bruder jetzt den Füherschein hat, taugt mir ja grundsätzlich. Das mein Vater ihm aber einen gebrauchten Mazda 3 hingestellt hat….ja eh. Freut mich für ihm. Wenigstens wird einer von uns beiden beschenkt…
Vor zehn Jahren hätte ich nicht gedacht das Lu. heute verheiratet ist und schon ein Kind hat und mit mir nicht mehr spricht. Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Trotzdem: Gratulation zum neuen Nachwuchs!
Es stimmt schon, irgendwie ist es heuchlerisch wieviele da plötzlich RIP schreiben. Aber im Grunde müssen wir uns daran gewöhnen, das nicht mehr die großen der Welt aus z.B. der Politik kommen sondern durchaus auch aus der Wirtschaft. Und Jobs war ein absolut großer. Einfach so neue Märkte zu schaffen oder bestehnde zu revolutionieren, nicht viele können das behaupten. Er hat durchaus beigetragen wie wir heute leben. Ob wir das gut finden oder nicht spielt da keine Rolle. Er und Gates und paar im Hintergrund - die Leute haben unser Leben in ungemein großen Ausmaßen geprägt. Stellt euch vor: ihr habt eine Idee und 30 Jahre später spielt diese Idee in beinahe jeden Leben eine so große Rolle wie die IT in unserem. Unfassbar. Deswegen war ich auch recht geschockt als ich die Todesnachricht am Handy direkt nach dem aufwachen las. Klar, Apple ist jetzt ein Rampensau, aber ich habe mich schon vor 15 Jahren dafür interessiert. Das ist ein anderer Zugang. Und irgendwie hat mich Jobs in zwei Dingen beschäftigt: ich will auch positiv beeinflussen und in der späten Phase hat er mich immer ein bisserl an meinen Vater erinnert. Ein bisserl halt. Heute Nacht habe ich sehr intensiv geträumt. Irgendwie muss mich Jobs Tod doch beschäftigt haben, weil in meinem Traum ist ein Musiker an Krebs gestorben. Meine Urgroßmutter ist auch an Krebs gestorben und ich habe live miterlebt. Krebs ist also kein gutes Thema für mich. Ich bin wach geworden als ich gemerkt habe das mir Tränen runterlaufen.
Was war das für eine Woche. Das absolute Highlight war sicher der Termin mit dem GF einer großen österreichischen Tageszeitung. Schon allein das wir den Termin bekamen war fabelhaft. Aber wie das Gespräch dann verlief, wunderbar. Egal wie es weitergeht (auch wenn es gut aussieht), dieses Erlebnis war ein Meilenstein. Lustigerweise began zum selben Zeitpunkt die Startupweek2011. Während dort junge Firmen um die Wette gepitcht haben, hatten wir unseren Pitch schon hinter uns. Und es war auch ein sehr guter reality check: wenn man sich mit anderen Startups vergleicht und merkt in welchen Bereichen man selbst besser ist (und ja, da gibts einiges) oder man noch aufholbedarf hat (wir müssen z.B. eine Rampensau werden). Diese drei Tage waren wunderbar, nicht nur weil man merkt das es noch viel mehr solche verrückte wie uns gibt. Und das es das Leben ist das ich für meinen Teil leben will. Für andere kann man leicht, aber für einem selber, das ist die Königsklasse. Es ist fabelhaft welche Rückmeldung wir erhalten: egal ob direkt von Kunden oder von Geschäftspartner. Man nimmt uns ernst, man erkennt unsere Qualität und man lässt uns mitspielen. Für mich ist das ganze noch ein bisschen surreal. Wie lange habe ich um die Idee und ums richtige Team gekämpft, und jetzt verwendet irgendein Händler 400km entfernt unser Baby. Bei mir ist das noch nicht richtig angekommen, ich glaube Hughie ist da schon weiter.
Die letzten Wochen waren für mich persönlich ein ständiges auf und ab. Extreme stressig, extreme Unsicherheit, oft Angst vor den nächsten Tag, Siege und Rückschläge. Ich glaube aber das ich mein Tief eventuell diese Woche überwunden habe. Die Zeit wird es zeigen. Jetzt muss noch der persönliche Krempl repariert werden, irgendwie.
Ich bin so vieles. Ich bin klug. Ich bin unterhaltsam. Ich bin meistens freundlich. Ich habe ein Talent, mit dem ich Geld verdiene. Und ich bin dick. Und an schlechten Tagen ist alles andere egal, dann bin ich nur dick, und ich glaube, dass der ganze Rest der Welt auch nur denkt, dass ich dick bin und nichts anderes. Ich hasse es zu schwitzen, weil ich nicht will, dass alle denken, dass Dicke immer schwitzen. Ich arbeite besonders hart, weil ich nicht will, dass alle denken, Dicke seien faul. Vielleicht kaspere ich nur rum, weil ich die lustige Dicke sein will und nicht die traurige Dicke, obwohl ich das jahrelang war. Es ist unglaublich anstrengend, immer vorausahnen zu wollen, was der Rest der Welt wohl denken könnte, um schon im Vorfeld darauf zu reagieren. Ich dachte lange, dass alle das so machen, dass jeder sich dauernd und sekündlich fragt: Ist alles in Ordnung? Störe ich gerade niemanden, weil ich so bin, wie ich eben bin?
Anke Gröner - Nudeldicke Deern (ja, mein Buch ist signiert, freu!)
Es kommt selten vor, dass ich solche Sätze in einem Buch lese, die auch von mir stammen könnten. Der Text trifft den Nagel irgendwo auf den Kopf.
Solche Streitgespräche wie heute erinnern mich immer wieder wo ich herkomme und warum manches so ist wie es ist. Es sollte mich nicht wundern wenn meine Mutter bis heute noch nicht einmal die Internetseite meines Projekt aufgerufen hat (und wahrscheinlich auch nicht wirklich weiß um was es geht; und das obwohl sie den ganzen Tag vorm Laptop verbringt) oder wenn mir mein Vater sagt “aber er hat ja nichts gemacht” als ich ihm das Willkommenspaket geschickt habe und mich darin für alles bedankt habe (bekamen auch andere…). Wie recht er doch hat. Aber das mit meiner Mutter trifft mich viel mehr.
Das man sich in dieser Familie für mich nicht wirklich interessiert, oder das was ich mache oder leiste und dadurch mir nicht einmal zum Erfolg gratuliert oder lobt…das wird irgendwann für einen Knall sorgen. Ich kann auch ohne Familie. Definitiv.
S. wieder getroffen. Sie hat sich bei mir für alles entschuldigt und somit beginnen wir wieder bei Null. Naja, nicht ganz. Es war mir schlagartig wieder bewusst warum ich mich in ihrer Nähe so wohl fühle.
Uh, neues Foto im Kleid. Bezaubernd.
Irgendwas davon wird es wohl werden:
Irland mit dem Auto
Irland mit dem Auto, in Schlösser schlafen..
Schaut aber nicht so aus als ob jemand mitkommt. Das soll aber nicht alles sein. Eventuell noch NYC oder London zu Weihnachten, gerne auch mit Freunden, aber da kommt nix…
Zwei Tage München - na wenigstens ein bisschen raus. In meiner Weltanschauung ist München ja sowieso nur ein weiterer Vorort von Salzburg, also meiner Stadt des Herzens. Jedesmal wenn ich die erhabene Burg sehe möchte ich mir dort im Schatten auf der Stelle eine Wohnung suchen und nur mehr an der Salzach frühstücken und Abends am Kai mich mit Vodka zuschütten.
In the wake of a company failure, the founder’s belief in himself falters, even shatters. So do many of his relationships. He feels responsible for everyone - his now jobless employyees, the lender to whom he owes money, the investors who bet on his idea, sure, but first and foremost on him.
Wise words, i hope that i don’t need to write them myself in some days