doh! - der tägliche krampf

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18/2/2009

Eigentlich habe ich mich für den Posten im CoC Server (Center of Competence) beworben und habe auch damit gerechnet das es was wird. Ich habe die beste Ausbildung und Qualifikation dazu, wäre der logische Nachfolger gewesen. Das wusste jeder und lag auch auf. Geworden ist es ein Kollege der noch keine 3 Jahre bei uns ist, das Fachwissen nicht besitzt und schlicht und ergreifend dafür nicht gut genug ist. Somit wurde ich (und zwei andere Kollegen) komplett ausgebootet, weil das sogar alles hinterm Rücken passiert ist. Lustigerweise besitzt man noch die Chuzpe und sagt mir das ich eh die beste Wahl gewesen wäre, aber wegen Grund X (ich habe eine Prüfung nicht, weil ich kein Lehrling mal war) ist das nichts geworden. Wenn man gewollt hätte, würde das keine Rolle spielen, wäre nicht das erste Mal gewesen das es so läuft. Aber tja. Damit hat man mir nun offiziell erklärt, wie das Unternehmen zu mir steht. Das wäre für lange Zeit die wohl einzige Chance gewesen, daß ich mich weiterentwickel kann. Passt ja auch zum Gehaltsschema: dort bin ich ja ein Anfänger, der einzige.

Ich suche also ab sofort einen IT Job im Bereich Wien. Notfalls auch in Salzburg, ich bin da in Wahrheit mittlerweile nicht mehr so abgeneigt.

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29/1/2009

Seit heute bin ich neuer Kassa Chef. All the Betriebskassengeld belongs to me! So wenig ist das nicht, ein netter Urlaub wäre schon drin. #wichtigsein #nichtgegendiewandfahren #schuldenberater.

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25/11/2008

Heute bekamen wir das neue Gehaltssystem vorgestellt. Gültig ab 1.1.09 inkl. Nachverrechnung seit 1.1.08. Ich habe die Funktion eines “Fi*l*su*or*t Nachwuchs”. Ich bin damit der einzige der nicht um 1-2 Gehaltsstufen gehoben wird. In Wahrheit habe ich in 2 Jahren einen (letzten) Gehaltssprung um 5 Euro und dann bleibt das so bis zur Pensionierung. Alle Kollegen um mich herum steigen besser aus. Manche gleich, aber selbst das ist besser. Warum das so ist? Weil ich nie die Werkführer und Werkmeister Prüfung gemacht habe. Es war nie gedacht das diese beiden uralt Relikte noch jemals zur Verwendung kommen. Noch dazu habe ich bekanntlich hier nicht gelernt, daher müsste ich das was alle Lehrlinge können müssen plus den seperaten Kurs nachmachen plus ein paar Jahre später den Meisterkurs. Lernaufwand - unendlich. Was bitteschön habe ich mit Lautsprecheranlage, Fernmeldedienste oder Funk zu tun? Ich bin IT Profi und sonst nichts. Insofern auch tragisch das diese Situation jeden egal ist. Da macht man ein komplett neues System und zieht Werte aus dem vorhigen Jahrhundert ran. Ich bin mir nicht sicher ob ich heulen soll oder ob ich den offenen Konflikt suche. Jedenfalls, sobald die Tinte auf diesen Verträgen getrocknet ist, werde ich mich von einer anderen Seite zeigen. Nicht mehr mit mir. Keiner von euch hat eine Ahnung was ich hier alles positives geschafft und bewirkt habe, wie wichtig ich in vielen verdammten Phasen war. Ich bin der Beste, und dazu stehe ich. Das ist nicht eingebildet, das ist Fakt. Neben mir sitzen Leute die 10.32.280.323 IP Adressen pingen. Ich muss wohl in den Krieg ziehen. Verdammtes Idiotenunternehmen.

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Reset

2/8/2007

Manchmal tut es gut am Arbeitsplatz 3 V-Bulls zu kippen.

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Der Vertrag der keiner ist

18/7/2007

Mit mir nicht! Widerstand! Dieser Vertrag kann noch hundertmal vom obersten Personalisten F. N. unterzeichnet sein, mir ist das egal. Idioten kann man mit den Zettel ködern, aber nicht mich. Im Endeffekt würde ich alle Zulagen verdienen und mehr arbeiten als zuvor. Genau, das ist der superperfekte Anreiz um in eine Gesellschaft zu wechseln die es möglicherweise im Herbst nicht mehr gibt. Ich hatte mich als Teamleiter beworben, da kam nie eine Antwort.

Ich möchte heuer noch einen Schritt hinauf auf der Karriereleiter machen, nicht hinab.

Wir vertragen uns nicht!

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Ist das alles…

17/7/2007

…alles was ihr könnt? Vielleicht habe ich zu hohe Ansprüche, aber bei so einen Betrag fühle ich mich verarscht. Im Endeffekt ging es um eine Migration von mehr als 1000 Mitarbeiter in unsere Gesellschaft. Ha-Ha.

Schweigegeld

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IT ade

3/4/2007

Seit heute ist es fix: mein Job bzw. Aufgabengebiet im Staatsbetrieb wandert in ein paar Wochen inkl. Server in eine andere Gesellschaft. Innerhalb des Betriebs war die IT immer klassisch in unserer Gesellschaft - sie war eigtl. sowas wie die Kernkompetenz. Nun ist das in ein paar Wochen weg und diese Erfolgsstory nimmt ein Ende. Man kann sagen wir sind von den eigenen Leuten verraten und verkauft (sprichwörtlich) worden, man kann es Strukuranpassung oder notwendige Lösung sehen - mein Job ist vorerst mal weg und ich kann nichts dagegen tun. Zwar habe ich aus eigenen Antrieb mich um einen Posten als Teamleiter in der anderen Gesellschaft beworben, und zusätzlich “möchte” die Gesellschaft uns Mitarbeiter übernehmen (nur einzeln, also pro Person möglich), aber die Zukunft, sieht, naja, komisch aus.

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Feindliche Übernahme

19/2/2007

Heute war ein sehr lustiger Wochenbeginn im Staatsbetrieb. Unser Konzern hat (leider) mehr als eine IT Abteilung. Die große (und schlechte) will jetzt meine (die kleine und gute) übernehmen. Ich bin gespannnt. Meine Karten sind nicht schlecht, und mein Preis hat sich seit meinen Jobbeginn sicher verdoppelt. Mein Trackrecord ist dort nämlich einzigartig.

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Wenn die Rückenlehne nachgibt

24/11/2006

…dann ruiniert man den Sessel der Arbeitskollegin. Ich habe mich gleich per SMS entschuldigt und das dem Chefbüro gemeldet. Das gibt wieder ein Drama.

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Zurück

14/11/2006

Die Ära Me.Chael ][ beginnt nun im Staatsbetrieb. Seit vergangenen Donnerstag hat mich das Unternehmen wieder. Der Empfang war freundlich, aber das half alles nichts. Das Gebäude, die Gerüche, die Stimmung - alles ist noch so wie ich das Unternehmen verließ. Es ist zum verzweifeln. Ich beginne mich schon wieder täglich zu fragen wie es hier weitergeht. Ich sah in letzter Zeit den Job hier nur als Übergangslösung bis zur endgültigen Selbstständigkeit an. Ich kann aber leider noch nicht sagen wann es und ob es überhaupt einmal so weit kommt.

Ich bin hier wirklich ausgebrannt. In meiner ersten Ära habe ich ziemlich alles erreicht was man hier erreichen kann. Ich hatte zum Schluß ein enorm großes Ego. Das wird mir durch den Abstand nun bewusst. Ich kann verstehen das ich nicht everyones darling war, aber ich hatte den meisten Druck, das meiste KnowHow, die größte Verantwortung. Ich habe intern etliche Prozesse neu definiert, ich habe einige Umstellungen selber vorangetrieben, ich war bei der Einführung diverser Technologien maßgeblich beteiligt. Und doch ging der Betrieb auch ohne mich weiter. Der Stillstand hat damit sicher etwas zu tun.

Ich bin ausgebrannt. Ich beobachte hier alles, versuch mich wieder einzubringen, spüre (und höre) das die Chefetage mich unbedingt wieder braucht und will. Aber dennoch: ich habe hier keine Zukunft. Und jeden Tag wenn ich aus dem Bett steige muss ich daran denken. Every damn day.

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Aus is

31/1/2006

Gerade ist mein letzter Kollege gegangen. Ich sitze voll alkoholisiert vor meinen Ex-Rechner und schreibe diesen Eintrag. Merke. Wennn du um 10 Uhr schon mit Vodka beginnst, bis du um 14 Uhr schon mehr als fertig. Und jetzt ist es weit nach 14 Uhr. Der letzter Tag. Von meinen Kollegen, hat mich sehr gefreut, bekam ich Tankgutscheine, McDonalds Gutscheine und eine Flasche Vodka geschenkt. Hätte nicht damit gerechnet. Jetzt sitz ich also vollfett da und warte bis das Taxi kommt. Das war meine Karriere beim Staatsbetrieb. Lebe wohl.

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Lichtblicke

27/1/2006

Heute besuchte ich meine Kollegen in Meidling um mich von Ihnen zu verabschieden. Ich war wirklich gerührt. Ein Vorstand, unser Geschäftsbereichsleiter, unsere Pressesprecherin plus dem Kom.Team und unser höchster Personalchef (plus einige andere) haben sich versammelt und wir haben bei Sekt die Zeit genossen. Wer glaubt das das immer so ist, irrt gewaltig. Der Aufwand wurde extra für mich gemacht. Vielleicht spiele ich das ganze auch ein bisschen hoch, aber die Menschen sind x-Ebenen ober mir, verdienen um das x-fache mehr als ich, sind Persönlichkeiten. Ich weiss nicht wieso, aber ich bin dort anders als meine Kollegen. Ich habe den besten Ruf. Unsere AG hat rund 10-20 Tausend Mitarbeiter. Und jeder sagt mir das ich eine Lücke hinterlasse die niemand ausfüllen kann in unserem Geschäftsbereich. Keiner hat soviel Wissen, keiner soviel Liebe für die Details gezeigt. Gestern noch wurde mir der Vorschlag gemacht, doch noch den Zivildienst rauszuschieben. Ich konnte aber nicht, weil es mir persönlich nichts bringt.

Ich werde unsere Vorstände mit denen ich immer super klargekommen bin, unsere Personalbeamten etc vermissen. Wahrscheinlich wird es all die in 9 Monate nicht mehr geben, falls ich zurückkomme. Heute wurde mir von höchster Ebene gesagt, unser Geschäftsbereich ist eine Leiche im Sarg. Es muss nur mehr der Deckel geschlossen werden. Gute Aussichten also. Und hey, das mag verdammt eingebildet klingen, aber mir wurde auch gesagt das es ohne mich noch viel schwieriger ist den Deckel offen zu halten. Ich bin wirklich froh, etwas erreicht zu haben.

Ich komme aus keiner reichen Familie, ich habe keine Familie eigentlich. Ich konnte nie wo Rat holen, musste alles selber schaffen. Bin weder hübsch noch sonst was. Aber ich habe etwas aus mir gemacht. Ich habe geschafft mich mit 22 Jahren zu präsentieren. Ich konnte Kontakte finden, die mir sicher irgendwann sehr hilfreich sind. Meine Firma hat 2 Pressesprecher: Vodkaman plus die Pressesprecherin des Staatsunternehmens. Ich glaube, ich kann stolz sein.

Well I had a dream
I stood beneath an orange sky
Yes I had a dream
I stood beneath an orange sky
With my brother standing by
With my brother standing by
I said brother, you know you know
It’s a long road we’ve been walking on
Brother you know it is, you know it is
Such a long road we’ve been walking on

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Knapper Sieg

26/1/2006

Heute die Besprechung wegen meiner Vergütung gehabt. Ich habe das Programm Marktplatz ja nicht aus Nächstenliebe gemacht. Im Endeffekt bin ich wohl gut ausgestiegen. Meine Minusstunden werden gelöscht, ich kann die nächsten (3 to go) Tage kommen wann ich möchte, mein VPN Zugang wird nicht gekillt und mein Laptop gehört nun mir. Geld konnte ich keines fordern, Urlaub/Zeitausgleichguthaben bringt mir in der aktuellen Situation genau nichts. Sogesehen ein guter Deal.

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Langsam gehts los

24/1/2006

Heute in der letzten Arbeitsstunde angefangen meine Sachen auszusortieren und eine Menge Zeug wegzuschmeissen. Man hat da schon ein komisches Gefühl dabei. Zwar denkt jeder das der Abschied nur für 9 Monate ist, aber irgendwie glaube ich selber nicht daran. Ich habe das Gefühl er ist für immer. Und immer mehr Kollegen sagen mir das sie auch so denken.

Dafür habe ich am Freitag noch einen kleinen Höhepunkt. Eine Abschiedstournee durch den gesamten Vorstandsbereich inkl. div. Sektempfänge für mich. Freut mich das die Leute an mich denken. Da sieht man wie weit ich als kleiner Computerfuzzy doch gekommen bin. Zumindestens menschlich.

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Wahnsinn

Gott sei Dank sind es nur mehr 5 days to go. Meine Kollegin geht mir sowas von am Arsch. Frauen haben in gewissen Berufen einfach nichts verloren. Definitv nicht. Vorallem wenn man so resistent gegen neues Wissen ist und ständig am rumsudern ist. Mah!

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Its released!

19/1/2006

Endlich ist meine Marktplatz Software released. Damit werden Geräte innerhalb des Staatsbetriebes versteigert. Ob und wann ich etwas dafür bekomme, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

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Vorbereitungen

17/1/2006

Heute beginne ich die Planung für meine Abschiedsparty aus dem Staatsbetrieb. Wieder geht in meinem Leben ein Kapitel zu Ende, und ein neues beginnt. Noch 11 Tage to go.

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Sorgen der Kollegen

5/1/2006

Uhje, heute hat ein Kollege gemerkt, daß ich nur rund 12 Stunden Zeitausgleich habe, aber 32 Stunden gegangen bin. Was für ein tragisches Pech! Ich bin im Minus. Leute hört ihr das? Ich bin im MINUS! Hahaha. So köstlich. Minus dürfen wir ja machen, die Typen scheissen sich nur an weil ich max. 3 Wochen noch dort bin, und da aber 20 Stunden einarbeiten muss. Wenn nicht, verfallen diese. So einfach ist das. Sogar mit OK des Betriebsrates. Ist so vorgeschrieben. Haha, ich könnte stundenlang darüber lachen. Natürlich vergessen sie diese 200 Stunden die ich von zuhause aus gearbeitet habe. Oder die Mehrleistung, als ich beim Umzug mehrere Wochen rund 18 Stunden gearbeitet habe, mir aber nie bezahlt wurden. Und genau deshalb gehe ich ab Montag in den Krankenstand. So einfach ist das.

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Gehälter und Mister H

6/12/2005

In der aktuellen Format werden die Gehälter unserer Manager besprochen. Alle die ich kenne verdienen nicht unter 350.000 Euro. Nett, oder? Ich dachte schon das es viel ist, aber soviel hätte ich nicht geschätzt. Komischerweise sieht man ihnen das Geld nicht an. Ich komme mit jeden super aus. Und hey, wenn jemand der 350.000 Euro im Jahr verdient mich kennt, mich schätzt - mich soll es nicht stören.

Heute habe ich Mister H. niedergelaufen. Ich mach die Tür auf, und in dem Moment will er raus gehen. Schad, da bin ich aber gestanden, hehe. Natürlich hab ich ihm vorbeigelassen, und bin danach rein, bis seine Sekretärin in mich rein rannte…

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Project H

23/11/2005

Ich habe heute damit begonnen die EDV Ausrüstung für Mr. H - unseren Gewerkschaftler, omnipräsent in den Medien, zusammenzustellen. Bald treffe ich ihm, dann habe ich alle VIPs erledigt und kenne jeden. Bin gespannt wie der Typ so ist. Der Kampf beginnt, hehe.

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